1UP_III) ein beitrag - ein dritter beitrag, für den ich eigentlich keine worte mehr habe. man schreibt den beitrag im kopf am abend davor und am nächsten tag ist am keyboard für die finger nix mehr da, außer eine unwägbare, schemenhafte erinnerung.
und die ging gestern so:
küblerross, glaub ich, sprach von vier stadien, die ein mensch vor dem tod durchlebt. ich vermute, dass der freitodwählende ähnliche stadien hat. nie auch war sein twitter so ungeschont, so sehr hilferufend wie in den letzten monaten, ganz speziell im sommer.
es gibt noch eine dritte reihe an personen, die von den vier stufen betroffen sind: ich kann sie aus dieser eigenen erfahrung jetzt nur auf drei stufen herunterreduzieren, die ich im kommentar näher beleuchten will. knappe fünf tage noch dürfen diese stories über ihn öffi bestehenbleiben - danach müssen sie ins nirvana der offlineheit ziehen. es ist gut so, aber es geht weiter: und es ist gut, wenn es weitergehtdisabled
und die ging gestern so:
küblerross, glaub ich, sprach von vier stadien, die ein mensch vor dem tod durchlebt. ich vermute, dass der freitodwählende ähnliche stadien hat. nie auch war sein twitter so ungeschont, so sehr hilferufend wie in den letzten monaten, ganz speziell im sommer.
es gibt noch eine dritte reihe an personen, die von den vier stufen betroffen sind: ich kann sie aus dieser eigenen erfahrung jetzt nur auf drei stufen herunterreduzieren, die ich im kommentar näher beleuchten will. knappe fünf tage noch dürfen diese stories über ihn öffi bestehenbleiben - danach müssen sie ins nirvana der offlineheit ziehen. es ist gut so, aber es geht weiter: und es ist gut, wenn es weitergehtdisabled
woelfin - am Dienstag, 7. Juli 2009, 12:00 - Rubrik: alpha
1UP_II) 25.12.9 les mis http://www.stlyrics.com/songs/l/lesmiserables13323/epilogue409544.html
weiß nicht warums grade dieses lied ist, es ist mir seit der früh nicht aus dem kopf gegangen; wir haben stille nacht, ich habe 12 stunden mit familie gefeiert und es war ein programmierguru zugegen, der mir ein wenig die welt erhellen konnte, in der 'die' leben. menschen, deren analytisch-ferne art zu denken, ich musisch behauchte sprachakrobatin und fremdsprachenfaszinosum nicht nachvollziehen kann. wartets. die dame auf 2D beschreibt das ganz gut:
"(..)viele junge Leute kennenlernen und mit ihnen zusammenarbeiten, die man herkömmlich als Computer-Nerds oder -geeks bezeichnen würde. Schillernde, brillante Persönlichkeiten, Genies nahe dem Wahnsinn, die um die Ecke denken und sensationelle Dinge auf die Beine stellen."
some lefts reversed / source
http://viennabeads.twoday.net/stories/6103847
die gedanken werden weitergehen. ich widme meinetwegen dieses log weiterhin diesen gedanken. ich gebe mir 42 tage zeit. 42 ist so eine neuralgische zahl. die kommt schon in der bibel vor. jeden tag gedanken zu dieser tat: was sie bedeutet, ob sie irgendwie vermeidbar gewesen wäre. ob das leben - ob gar der tod von ihm einen sinn gehabt hat. wie kann der tod von einem genialen menschen einen sinn gehabt haben. einen sinn für die, die überbleiben. nur ein satz fiel mir im zug dieses hlg. intensiv durch nahestehende menschen begleiteten abends noch ein: dass es menschen gibt auf dieser welt, ätherisch - irgendwie nicht von dieser welt; und wenn sie dann auf dieser welt nicht mehr sind, kommen wir drauf, dass diese/r mensch/en irgendwie nie von dieser welt war/en. und dass die welt aber nicht diese welt geworden wäre, wenn er nicht hier gewesen wäre. dass wir alle hier die 'irdischen' sind. die sprichwörtlich "zurückgebliebenen" in jeder hinsicht. wer ist der gewinner und wer hat das bummerl. der gewinner kann doch nicht jener sein, der geht! was hat er davon, wenn er den postmortalen triumph der nicht enden wollenden nachrufe nicht auskosten kann. es setzt er mit seiner tat ein denkmal auf sein vermächtnis, das er uns hinterlässt, das - wenn er im zuge des laufs der dinge völlig natürlich von uns gegangen wäre - untergegangen wäre. aber ist es dieses wahrlich selbstlose opfer wert? ich glaub nicht an reinkarnation, aber ich versteh dennoch die logik, die dahintersteht nicht. wie kann ein mensch die mühsame grausliche schulzeit und bundesheer/zivildienstzeit hinter sich bringen, dann grad mal fünf jahr 'frei' leben - sich ganz offenbar in eine letztlich auch existenzielle situation bringen, die diese tat zur folge hat. ich zerbrech mir, glaub ich, täglich 24 std den kopf darüber. ich lebe mit dem gedanken. ich will im comment weiterschreiben. die sache wird noch seiten füllen. werden 42 tage reichen?
die reflexionen über 1Kpts gehen weiter, erster teil
http://woelfin.twoday.net/stories/6100847
weiß nicht warums grade dieses lied ist, es ist mir seit der früh nicht aus dem kopf gegangen; wir haben stille nacht, ich habe 12 stunden mit familie gefeiert und es war ein programmierguru zugegen, der mir ein wenig die welt erhellen konnte, in der 'die' leben. menschen, deren analytisch-ferne art zu denken, ich musisch behauchte sprachakrobatin und fremdsprachenfaszinosum nicht nachvollziehen kann. wartets. die dame auf 2D beschreibt das ganz gut:
"(..)viele junge Leute kennenlernen und mit ihnen zusammenarbeiten, die man herkömmlich als Computer-Nerds oder -geeks bezeichnen würde. Schillernde, brillante Persönlichkeiten, Genies nahe dem Wahnsinn, die um die Ecke denken und sensationelle Dinge auf die Beine stellen."
some lefts reversed / source
http://viennabeads.twoday.net/stories/6103847
die gedanken werden weitergehen. ich widme meinetwegen dieses log weiterhin diesen gedanken. ich gebe mir 42 tage zeit. 42 ist so eine neuralgische zahl. die kommt schon in der bibel vor. jeden tag gedanken zu dieser tat: was sie bedeutet, ob sie irgendwie vermeidbar gewesen wäre. ob das leben - ob gar der tod von ihm einen sinn gehabt hat. wie kann der tod von einem genialen menschen einen sinn gehabt haben. einen sinn für die, die überbleiben. nur ein satz fiel mir im zug dieses hlg. intensiv durch nahestehende menschen begleiteten abends noch ein: dass es menschen gibt auf dieser welt, ätherisch - irgendwie nicht von dieser welt; und wenn sie dann auf dieser welt nicht mehr sind, kommen wir drauf, dass diese/r mensch/en irgendwie nie von dieser welt war/en. und dass die welt aber nicht diese welt geworden wäre, wenn er nicht hier gewesen wäre. dass wir alle hier die 'irdischen' sind. die sprichwörtlich "zurückgebliebenen" in jeder hinsicht. wer ist der gewinner und wer hat das bummerl. der gewinner kann doch nicht jener sein, der geht! was hat er davon, wenn er den postmortalen triumph der nicht enden wollenden nachrufe nicht auskosten kann. es setzt er mit seiner tat ein denkmal auf sein vermächtnis, das er uns hinterlässt, das - wenn er im zuge des laufs der dinge völlig natürlich von uns gegangen wäre - untergegangen wäre. aber ist es dieses wahrlich selbstlose opfer wert? ich glaub nicht an reinkarnation, aber ich versteh dennoch die logik, die dahintersteht nicht. wie kann ein mensch die mühsame grausliche schulzeit und bundesheer/zivildienstzeit hinter sich bringen, dann grad mal fünf jahr 'frei' leben - sich ganz offenbar in eine letztlich auch existenzielle situation bringen, die diese tat zur folge hat. ich zerbrech mir, glaub ich, täglich 24 std den kopf darüber. ich lebe mit dem gedanken. ich will im comment weiterschreiben. die sache wird noch seiten füllen. werden 42 tage reichen?
die reflexionen über 1Kpts gehen weiter, erster teil
http://woelfin.twoday.net/stories/6100847
woelfin - am Montag, 6. Juli 2009, 00:20 - Rubrik: alpha
1UP_I) nachruf an 1up es ist das erste mal, dass ich mit dem umfangreichen virtuellen nachlass eines allzu präsenten menschen im internet konfrontiert bin. es ist auch das erste mal im leben, dass ich mit dem freitod eines unverschämt jungen menschen konfrontiert bin.
digital heritage planning - heißt dies im fachjargon. es schlägt sich nieder in umfangreichen kondolenzbüchern.
in fotoalben, in tweets, die mich erbeben lassen
http://viewmorepics.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewPicture&friendID=209978620&albumId=404955
nur 2 tage vor dem freitod dieses jungen mannes bat ich meine freundin, ihren sohn florian zu nennen, falls er keine tochter wird. florian war im internet vieles. er nannte sich teilweise: ONEUP
und die tweets, die man in seinem twitter lesen kann, die belegen knappe 3 jahre im leben eines studenten, der alles noch vor sich hatte - und das war vieles. ich habe auf facebook einen anonym umbenannten nachruf auf ihn geschrieben, aber dieser wäre öffi viel zu intim. ich nehme diesen thread auf woelfin2D ganz einfach her, um eine bescheidene linksammlung hier zu starten. ich wollte seinen nachnamen außer acht lassen, doch das geht garnicht, der größte nachruf an ihn lautet nämlich http://florianh***.soup.io
http://fm4.orf.at/stories/1634244
http://www.piratenpartei.at/florian-h***-rest-pixel
digital heritage planning - heißt dies im fachjargon. es schlägt sich nieder in umfangreichen kondolenzbüchern.
in fotoalben, in tweets, die mich erbeben lassen
http://viewmorepics.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewPicture&friendID=209978620&albumId=404955
nur 2 tage vor dem freitod dieses jungen mannes bat ich meine freundin, ihren sohn florian zu nennen, falls er keine tochter wird. florian war im internet vieles. er nannte sich teilweise: ONEUP
und die tweets, die man in seinem twitter lesen kann, die belegen knappe 3 jahre im leben eines studenten, der alles noch vor sich hatte - und das war vieles. ich habe auf facebook einen anonym umbenannten nachruf auf ihn geschrieben, aber dieser wäre öffi viel zu intim. ich nehme diesen thread auf woelfin2D ganz einfach her, um eine bescheidene linksammlung hier zu starten. ich wollte seinen nachnamen außer acht lassen, doch das geht garnicht, der größte nachruf an ihn lautet nämlich http://florianh***.soup.io
http://fm4.orf.at/stories/1634244
http://www.piratenpartei.at/florian-h***-rest-pixel
woelfin - am Sonntag, 5. Juli 2009, 18:18 - Rubrik: alpha
http://bringyourbeer.wordpress.com
zweiter mob am 20.,
erster mob am 13. juni.
All jenen, die in den letzten Tagen das Museumsquartier Wien besucht haben, dürfte aufgefallen sein, dass es dort neuerdings einige Veränderungen gegeben hat:
War das Areal des Museumsquartiers von vielen von uns bisher als Ort der angenehmen Atmosphäre und des entspannten Verweilens geschätzt, an dem man auch als Student/in/Schüler/in... mit kleinerem Budget einen gemütlichen Abend mit selbst mitgebrachten Getränken verbringen konnte, herrschen dort mittlerweile andere Regeln:
"1. Das Konsumieren von alkoholischen Getränken, die nicht in den Gastronomie-Betrieben des MQ erstanden und in MQ Mehrwegbechern ausgeschenkt wurden, ist nicht gestattet."
Doch damit nicht genug: neben Radfahren, Skateboarden und Inlineskaten wurde an diesem Ort der Kultur auch das Musizieren verboten:
"5. Das Musizieren und Abspielen von HIFI Geräten ist nicht erlaubt."
Interessant auch die Interpretation folgender Regel:
"6. Das Freihalten sämtlicher Zugänge, Gehwege, Stiegen und Stufen ist aus Sicherheitsgründen unbedingt erforderlich."
Unter Anwendung dieser Regel wurde sogar verboten, auf der Betonstufe um die Bäume zu sitzen. Das Argument, dass die Sitzmöbel durch einen Regenguss nass waren, zählte nicht.
Wir sind mit diesen neuen Regeln nicht einverstanden und fordern "Freiheit im MQ!"
Bitte tretet unserer Gruppe bei und ladet auch alle eure Freunde und Freundinnen ein. Sollten wir genügend Leute zusammenbekommen planen wir einen "kollektiven Regelbruchs-Flashmob".
Für direkte Beschwerden über die neuen Regelungen empfiehlt sich die auf dem von den Securities ausgehändigten Flyern angegebene Email-Adresse:
helpline@mqw.at
source facebook group freiheit im mqw
information link http://fm4.orf.at/stories/1604098/
zweiter mob am 20.,
erster mob am 13. juni.
All jenen, die in den letzten Tagen das Museumsquartier Wien besucht haben, dürfte aufgefallen sein, dass es dort neuerdings einige Veränderungen gegeben hat:
War das Areal des Museumsquartiers von vielen von uns bisher als Ort der angenehmen Atmosphäre und des entspannten Verweilens geschätzt, an dem man auch als Student/in/Schüler/in... mit kleinerem Budget einen gemütlichen Abend mit selbst mitgebrachten Getränken verbringen konnte, herrschen dort mittlerweile andere Regeln:
"1. Das Konsumieren von alkoholischen Getränken, die nicht in den Gastronomie-Betrieben des MQ erstanden und in MQ Mehrwegbechern ausgeschenkt wurden, ist nicht gestattet."
Doch damit nicht genug: neben Radfahren, Skateboarden und Inlineskaten wurde an diesem Ort der Kultur auch das Musizieren verboten:
"5. Das Musizieren und Abspielen von HIFI Geräten ist nicht erlaubt."
Interessant auch die Interpretation folgender Regel:
"6. Das Freihalten sämtlicher Zugänge, Gehwege, Stiegen und Stufen ist aus Sicherheitsgründen unbedingt erforderlich."
Unter Anwendung dieser Regel wurde sogar verboten, auf der Betonstufe um die Bäume zu sitzen. Das Argument, dass die Sitzmöbel durch einen Regenguss nass waren, zählte nicht.
Wir sind mit diesen neuen Regeln nicht einverstanden und fordern "Freiheit im MQ!"
Bitte tretet unserer Gruppe bei und ladet auch alle eure Freunde und Freundinnen ein. Sollten wir genügend Leute zusammenbekommen planen wir einen "kollektiven Regelbruchs-Flashmob".
Für direkte Beschwerden über die neuen Regelungen empfiehlt sich die auf dem von den Securities ausgehändigten Flyern angegebene Email-Adresse:
helpline@mqw.at
source facebook group freiheit im mqw
information link http://fm4.orf.at/stories/1604098/
woelfin - am Montag, 8. Juni 2009, 22:46 - Rubrik: alltag
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