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in der früh, stoßzeit. ich beim felber, der neben einem großen management gebäude steht in 1020. brauch dringend ein weckerl. da gibts ein längliches wachauer mit was drin. ich bestells und schau nicht wies heisst, weiss daher nicht wieviels kost. sie sagt offenbar 2,45 - doch ich versteh akustisch 3,45. gebe 20 und ein fuffzgerl. sage noch, die 5c brauchts nicht zruckgeben. und sie gibt mir 17. aber es sollten ja 18 sein! ich zeig ihr die münze die ich kriegt hab. und sie nimmts und ersetzts durch ein einser stück. damit hats mich nicht um einen, nein um zwei euro betrogen. und das weckerl hätte somit 4,5 euro gekostet, das waren mal knapp 70 schilling! sowas lass ich mit mir nicht machen. obwohl sie schon den nächsten kunden bedienen will und mich damit einschüchtern will, verlang ich mein ordentliches geld zurück. nach einigem hin und her, sowie vehementen beharrens meinerseits legt sie mir den verlangten zweier dazu zurück in meine hand. und murmelt was von wegen: kann ja mal passieren. aber die gestik, ohne denken, eiskalt mich um noch einen euro zu legen zeugt davon, dass die offenbar nur manager bedient mit denen sie sowas machen kann. denn im glaspalast kotzprotz, da verdienen die manager fatzkes jeder ab 5000 euro bto aufwaerts. nur: mit mir leider nicht. soweit zu 'felber' in 1020viertl2.
erstaunlich hingegen: am praterstern sinds höflich und sogar korrekt, obwohls so n brennpunkt ist.

H_K_bucket_B_me_pixabay
photo by B_me_pixabay/creditfree

unter den im manifest beschriebenen umständen ging ja wiegesagt alles in die hose: alle drei. also hardware, software UND periodische ausscheidung. wie das schicksal es wollte, hatte ich in meiner not-schachtel auch eine nylonstrumpfhose drin. falls meine mal ne laufmasche haben sollte. ich bewegte mich also gebückt und breitbeinig den mehrere hundert meter langen weg zerknirscht in mein office, das ich alleine für mich haben durfte - an jenem verhängnisvollen tag. mit meiner großen reserve an splendiden papierservietten und meiner halbliter trinkflasche voll leitungswasser reinigte ich mich notdürftig (NOT-dürftig!). dann zog ich den total bekleckerten slip und die winter-strumpfhose aus, die nylonstru an (ohne hoserl) - und stopfte all dies großzügig mit weiteren servietten aus.
ich fuhr an diesem tag früher nachhause.
dort hatte ich schon einen ganz gewissen handlichen kübel im auge, in dem der supermarkt einst orangen-in-aktion verkauft hatte. der kam dann am nächsten tag mit ins büro. mit edding notierte ich drauf H+K (harn und kot). wer blöd fragte, was das kübelchen mit jener aufschrift denn eigentlich soll, konnte gerne die wahre antwort erfahren. denn schließlich befand ich mich im protest darüber, dass uns frauen unzureichende sanitäre bedingungen - kombiniert mit dem egoismus ein(ig)er (nicht-erkannter), das klo über gebühr lang ohne jegliche aktion zu besetzen. wo wir alle wissen, der gesamte trakt an fast ausschließlich anwesenheitspflichtigen frauen hat nur diese eine gottverdammte klo-kabine. der HK kübel ist damit die gangbare alternative zwischen sperrig zu offen zur schau getragenem campingklo und der windel. ich werde künftig in der verrichtung meiner arbeit und der verrichtung meiner notdurft nur noch mit dem HK kübel anzutreffen sein. wenn mich nämlich erneut eine keifende alte aus dem klo aussperrt und bösartig weiter unverrichteter stoffwechselausscheidung drin sitzen bleibt, dann habe ich immer noch mein kübelchen, um die notdurft im waschraum vor dem klo zu verrichten. alles streng antiseptisch.

 
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