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es muss anfangs der neunziger jahre gewesen sein: ich versuchte nach wie vor einen halbwegs aufrechten schwesternkontakt aufrecht zu erhalten. was ich von ihr letztlich entgegengeschleudert bekam, lautete: 'du wendest dich NUR an mich, wenn du was brauchst!'.
vor ihr konnte man einfach nur noch angst haben. nur bloß nicht zuweriachn. freundliche worte nach außen, innerlich derartig eiskalt, dass die luft rundherum gefriert. als sie schwanger war, machte ich sie unvorsichtigerweise drauf aufmerksam: 'dieses kind wird eines tages sehr viel geld kosten'. entgegengeschleudert bekam ich ein irreversibles 'du hast nie eine schwester gehabt!'. nun ist sie in ihrer beamteten position und ich seit vielen jahren in bedrohlich prekärer position. während die einkommen von eltern pensionär gesichert sind, ihr einkommen+pension durch pragmatisierung gesichert ist, bekomme ich von der pva entgegengeschleudert, dass ich - aktivArbeitssuchend/resp.Jobbend, wie auch pensioniert - nie mehr wert sein werde als 500 euro. als eigenverantwortliche person bin ich drauf angewiesen, sowohl selbständig reserven zu verwalten, wie auch - wann immer es geht, weiterhin prekäre, befristete hand-in-den-mund-jobs aufzureißen. diese kälte, die mir von ihr seit jahrzehnten entgegengeschleudert wird, dann und wann formal durch ein freundlichkeitsmail heuchlerisch entkräftet wird, kommt mir von seitens mobbing@work sehr bekannt vor. ich erkenne diese stimmung auf anhieb. also watscht ihre mutter mich ab und schleudert mir pausenlos entgegen 'ich sei immer schon ein schlechter mensch gewesen, ohnehin hätte mich nie wer haben wollen' möge sie sich in ihrem glauben laben. sie hat keinen tau an ahnung von meinen kreisen und aktivitäten. ich brauche mich damit nicht gesellschaftlich profilieren. ich mache sehr wohl mein ding, muss es aber nicht showinistisch vor mir hertragen. kurzum: am jährlichen schwanzvergleich bin ich mangels mittel nicht mehr bereit, mich zu beteiligen. denn schon garnicht brauche ich mich am ende eines solches spießrutenlaufs wieder bespucken lassen mit sätzen wie 'ich sei immer schon ein schlechter mensch gewesen, ohnehin hätte mich nie wer haben wollen'. mit meinem resilienzpotential habe ich streng hauszuhalten und kann es in derlei sinnlosen spießrutenläufen nicht verschwenden. der nun irreversibel prekäre und menschenverachtende arbeitsmarkt verlangt mir schon genug davon ab.
 
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